Hauptmenü
Auf einen Blick
Geschichte und Verfassung
Bereits im 10. Jahrhundert kannten arabische und malaiische Seefahrer Mauritius.
1505 entdeckte der Portugiese Pedro Mascarenhas als erster Europäer die Insel.
1598 machten die Holländer sie zur Kolonie und benannten sie nach ihrem Regenten, dem Prinzen Maurits van Nassau.
1715 übernahmen die Franzosen die Herrschaft über die Insel. Unter ihnen entstand Port Louis, ein bedeutender Hafen auf der Seereise von Europa in den Fernen Osten. Gouverneur Labourdonnais ließ eine Marinebasis, Brücken und Straßen bauen. Seine Statue blickt noch immer auf den Hafen von Port Louis.
1814 traten die Franzosen Mauritius und Rodrigues an Großbritannien ab. Englisch wurde Amtssprache. Doch im Übergabevertrag war festgehalten worden, dass Mauritier Sprachenund Religionsfreiheit hätten. Daher spricht heute jeder Einheimische Französisch, obwohl die Briten die Insel 158 Jahre lang regierten.
1835 schafften die Briten die Sklaverei ab. Als Folge weigerten sich die frisch befreiten Sklaven, weiterhin auf den Plantagen zu arbeiten, so dass die Briten indische Vertragsarbeiter nach Mauritius brachten. Chinesische und muslimische Händler wurden ebenfalls von der Insel angezogen, bis nach und nach die heutige multikulturelle Gesellschaft entstand.
1968 wurde Mauritius unabhängig und trat dem britischen Commonwealth bei. 1992 wurde die Insel mit Einführung einer neuen Verfassung zur Republik. Die Verfassung ist nach dem britischen Muster von Westminster gestaltet, wonach die Macht beim Premierminister und seinem Kabinett liegt.